Die Rede ist von einer weit verbreiteten, jedoch leider noch sehr unbekannten Stoffwechselstörung.

Hierbei ist die Bildung von Häm, ein Bestandteil des Hämoglobins, gestört.  Häm ist  u.a. für die Sauerstoffversorgung der Muskulatur zuständig, hat eine wichtige Funktion im Energiestoffwechsel  und vor allem eine besondere Aufgabe bei der Entgiftung unseres Körpers. Es wird nicht jedes Häm falsch synthetisiert. Die Menge von falsch hergestelltem Häm variiert bei jedem Menschen individuell, natürlich nur, wenn bei ihm die Stoffwechselstörung  „HPU“ besteht.

Damit sich das unnütze falsche Häm nicht im Körper ablagert, bindet es sich an  Vitamin B6 (genauer: an eine aktive Form des Vitamin B6, auch Pyridoxal-5-Phosphat genannt) und Zink, in geringeren Maßen auch an Mangan. Dieser Komplex wird dann mit dem Urin ausgeschieden und ist dadurch für uns messbar.

Durch das Fehlen dieser ausgeschiedenen Mikronährstoffe, als deren Folge es auch zu Verlusten von Magnesium und Chrom kommen kann, wird der körpereigene Entgiftungsprozess gestört.

Der Verlust von den genannten Mikronährstoffen kann mit der Zeit  u.a. zu folgenden Krankheitsbildern führen:

  • Gelenkprobleme, Beckeninstabilität
  • ADS/ADHS
  • Migräne/Kopfschmerzen
  • Psychische Beschwerden wie Depressionen, Schizophrenie und Psychosen
  • Ängstlichkeit, Stimmungsschwankungen und Panikattacken
  • Schilddrüsenstörung, Hashimoto-Thyreoditis
  • Diabetes Typ 2
  • Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Mitochondriopathien
  • Zyklusbeschwerden

Die Hämopyrrollaktamurie (HPU) kann ererbt oder erworben sein.

Als Auslöser für die erworbene Form werden u.a.  Schwermetallbelastungen, Stress, Halswirbelsäulentraumata  und vermutlich die chronische Borreliose angesehen.

Hier wird die HPU durch eine Überlastung des Entgiftungssystems ausgelöst.

Natürlich hat nicht jeder, der unter den o.g. Erkrankungen leidet, automatisch HPU.

Ich empfehle Ihnen aber, gegebenenfalls auf HPU zu testen. Bevor einem Kind also aufgrund der Diagnose ADHS „Ritalin“ verordnet wird, sollte man auch an diese Möglichkeit denken.

Als typische Symptome bei HPU-Kindern  finden sich oft eine Hypermobilität der Gelenke oder eine Muskelschwäche,  insbesondere  der Arme. Es sind häufig die Kinder, die schlecht oder gar nicht krabbeln wollen und später kaum Kraft haben, sich an einer Reckstange hochzuziehen.

Übermäßige Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Stimmungsschwankungen und  vor allem ständige Infekte können ebenfalls ein Anzeichen für HPU sein. Auch hier gilt, dass diese Symptome nicht ausschließlich darauf zurückzuführen sein müssen, man aber diese Möglichkeit der Stoffwechselstörung kennen sollte, um unter Umständen unnötige Leidenswege zu vermeiden.

Auch bei einem Großteil der an Borreliose erkrankten Patienten lässt sich eine HPU nachweisen. Eine richtig dosierte Nahrungsergänzung mit Zink, Mangan und Vitamin B6 kann helfen, die Erkrankung besser im Griff zu halten.

Sollten Sie unter einem der o.g.  Krankheitsbilder leiden, so sprechen Sie mich an.